
Ziele
Bessere Wasserqualität der Steinach
Sämtliche Massnahmen dieses Projekts verfolgen als Hauptziel, die Wasserqualität der Steinach nachhaltig zu verbessern.
Entlastung von Ufer und Bucht
Mit der Verbesserung der Wasserqualität im Fliessgewässer wird ein weiteres Ziel erreicht, nämlich die ökologische Entlastung der Uferpartie im Mündungsbereich der Steinach sowie der gesamten Bucht.
Steigerung der Lebensqualität
Durch die Massnahmen wird der Lebensraum für die Pflanzen- und Tierwelt aufgewertet. Und auch für den Menschen steigen Lebensqualität und Erlebniswert entlang des Steinachlaufs. So kann nach Projektabschluss beispielsweise im Mündungsbereich wieder gebadet werden. Störende Gerüche ebenso wie stellenweise Schaumbildung werden massiv vermindert oder gar eliminiert.
Sicherung von einwandfreiem Trinkwasser
Durch die neue Seeleitung gelangt das gereinigte Abwasser auch künftig in den Bodensee – allerdings neu in grösserer Tiefe und weiter vom Ufer entfernt als zuvor, was eine bessere Einmischung des Wassers in den See zur Folge hat. Dies wirkt sich auch mit Blick auf die Trinkwasserentnahmen positiv aus.
Die Steinach ist eines von nahezu 250 Gewässern, die in den Bodensee fliessen. Sie sauber zu halten, heisst somit auch, dem Bodensee Sorge zu tragen. Ein wichtiges Unterfangen, ist doch der Bodensee das bedeutendste Trinkwasserreservoir der gesamten Ostschweiz und grosser Gebiete Süddeutschlands und Vorarlbergs.
Ein weiter Lebensraum ist darauf angewiesen, dass auch künftig Trinkwasser aus dem Bodensee jederzeit in einwandfreier Qualität zur Verfügung steht. Dies sicherzustellen hat höchste Priorität. So tragen dem auch die Massnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität der Steinach Rechnung.
Renaturierung und optimaler Hochwasserschutz
Im Unterlauf der Steinach helfen Renaturierungsmassnahmen, ein naturnahes Flussbett und damit den ursprünglichen Lebensraum wiederherzustellen, in dem verschiedene Tier- und Pflanzenarten wiederangesiedelt werden können. Darüber hinaus stellen wo nötig weitere Massnahmen sicher, dass die Hochwassersicherheit für die Anwohner optimal ist.
Gewinnung erneuerbarer Energie
Auf dem Gelände der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Morgental in Steinach wird ein Kleinwasserkraftwerk erstellt, das Ökostrom produziert. Zudem lässt sich die im Wasser enthaltene Wärmeenergie im Rahmen eines Nahwärmeverbundes nutzen.
Mögliche künftige Nutzung von Synergien
Die Massnahmen, die im Rahmen dieses Projekts umgesetzt werden, erlauben es, zu einem späteren Zeitpunkt Synergien beim Reinigen des Abwassers zu nutzen. Konkret: Die Möglichkeit eines späteren Zusammenschlusses der ARA Hofen mit der ARA Morgental bleibt gewahrt. Die Anlage Morgental kann auf dem bestehenden Gelände ausgebaut und die Anlage Hofen umgenutzt werden (Reduktion auf die Funktion eines Ausgleichsbeckens plus Vorbehandlung). Die so entstehende Grossanlage erlaubt es, effizienter zu arbeiten als zwei losgelöst voneinander operierende ARA.
