Fragen zum Projekt


 

 

Das gereinigte Abwasser der Stadt St.Gallen gelangt in den Bodensee?

Die Stadt St.Gallen leitet rund die Hälfte ihrer gereinigten Abwässer in den Bodensee ein – so wie das auch die Gemeinden am See tun. Und gleich wie die Einwohner der Seegemeinden nutzen auch die St.Galler Trinkwasser aus dem Bodensee. Alle haben also ein vitales Interesse an einer hohen Wasserqualität. Die stetige Verbesserung der Abwasserqualität ist und bleibt eine Daueraufgabe.

 

Wird künftig mehr gereinigtes Abwasser in den Bodensee eingeleitet?

Nein. Die eingeleitete Abwassermenge bleibt gleich. Nur der Weg, auf dem das Wasser in den See gelangt, ändert sich.

 

Bedeutet die direkte Einleitung in den See ein erhöhtes Risiko für die Qualität des Trinkwassers?

Nein. Durch die baulichen Massnahmen wird das Wasser künftig weiter weg vom Ufer und in grösserer Tiefe in den Bodensee eingeleitet als heute – ein Vorteil hinsichtlich der Trinkwasserfassungen. Zudem wirken sich die Verbesserungen in der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Hofen positiv auf die Qualität des eingeleiteten gereinigten Abwassers aus.

 

Warum verbessert man die Situation der Steinach nicht durch Massnahmen in der ARA Hofen?

Selbst mit aufwändigen zusätzlichen Massnahmen in der ARA Hofen lässt sich die Gesamtsituation nur geringfügig verbessern, dies haben Untersuchungen ergeben. Vor allem lässt sich auch das Problem der zu hohen Temperatur des gereinigten Abwassers nicht lösen. Nur die direkte Ableitung in den See bringt eine echte, nachhaltige Verbesserung der Wasserqualität der Steinach.

 

Ist die Investition in eine Leitung zum See denn auch ökonomisch sinnvoll?

Ja, da auf diese Weise in einem Kleinwasserkraftwerk Ökostrom erzeugt und verkauft sowie Wärme genutzt werden kann.